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SUMMARY:Konflikt um die Schulkreuze 11. Juli 1941 - Führung am 21. Juni 2026
LOCATION:: Georgsbrunnen Marktplatz
DESCRIPTION:<p>Konflikt um die Schulkreuze 11. Juli 1941 - F<span>ü</span>hrung am 21. 
 Juni 2026</p><p>Vor 85 Jahren demonstrierten Frauen in Herzogenaurach am 11
 . Juli 1941 gegen die Abnahme der Kruzifixe in der M<span>ä</span>dchenschu
 le, in die 340 Sch<span>ü</span>lerinnen gingen.</p><p>Die NS-Machthaber ve
 rsuchten auf vielf<span>ä</span>ltige Weise die Herzogenauracher von ihrem 
 katholischen Glauben abzubringen. Dazu geh<span>ö</span>rte das Verbot kirc
 hlicher Verb<span>ä</span>nde, das Verbot von Wallfahrten und Prozessionen.
 </p><p>Als Ersatz f<span>ü</span>r die aus dem Schuldienst entfernten Maria
 -Ward-Schwestern kam Magdalena Metschnabl aus Bamberg in die Aurachstadt. B
 ereits dort war sie mit ihrer christlichen Einstellung unangenehm aufgefall
 en. Trotz der Abschaffung des Schulgebets betete sie mit ihren Sch<span>ü</
 span>lerinnen an jedem Morgen.</p><p>Gleichsam als Fanal wirkte es, als Rek
 tor Schlee am 11. Juli 1941 das Kreuz aus dem Handarbeitssaal, wo er Berufs
 schulunterricht gab und nach Aussage einiger Kinder auch aus seiner Klasse 
 entfernte. An diesem Tag versammelten sich nach dem 9 Uhr Gottesdienst zun<
 span>ä</span>chst ca. 50 M<span>ü</span>tter vor dem Schulhaus um dem Rekto
 r ihre Meinung zu sagen. Bald waren es 200 Frauen.</p><p>Die Menge zog mit 
 Rektor Schlee zum Rathaus. Der B<span>ü</span>rgermeister wollte die inzwis
 chen auf 400 bis 500 Personen angewachsene Menge mit dem Hinweis zu beschwi
 chtigen, da<span>ß</span> es keinen Grund zur Aufregung gebe, "Was wollt ih
 r denn? wir sind doch alle gottgl<span>ä</span>ubig!" Worauf die Frauen gea
 ntwortet haben sollen: "Nein, katholisch sind wir".</p><p>Engagierte Herzog
 enauracherinnen verfa<span>ß</span>ten sogar eine Petition, die sie an das 
 Staatsministerium f<span>ü</span>r Unterricht und Kultus nach M<span>ü</spa
 n>nchen sandten.</p><p>Die Frauen wurden von der Polizei z.T. noch am Freit
 ag im Gasthaus "Wei<span>ß</span>es Ro<span>ß</span>" verh<span>ö</span>rt.
  Die Lehrerin Magdalena Metschnabl wurde aus dem Schuldienst entlassen. Die
  Aktion in Herzogenaurach fand sogar Eingang in den Monatsbericht der Regie
 rung in Ansbach f<span>ü</span>r den Juli 1941.</p><p>Die Frauen hatten mit
  ihrer Aktion erreicht, da<span>ß</span> die Kreuze in den Schulzimmern ver
 blieben. Auch ein Unrechtsstaat kann nicht alle Grenzen <span>ü</span>bersc
 hreiten.</p><p>Zur Erinnerung an diese Aktion in Herzogenaurach wurde im Ju
 ni 2007 eine Tafel am ehemaligen M<span>ä</span>dchenschulhaus angebracht.<
 /p><p><span>Der Heimatverein Herzogenaurach bietet im Juni eine Stadtführun
 g an. Unter dem Motto: </span></p><p>Aufstand der Frauen 1941 f<span>ü</spa
 n>r den Verbleib der Schulkreuze in den Klassenzimmern <span>führt Kreishei
 matpfleger Dr. Manfred Welker interessierte Besucher durch die Stadt. </spa
 n></p><p><span>Treffpunkt: Sonntag, 21. Juni 2026, 10 Uhr am Georgenbrunnen
 . </span></p>
DTSTAMP:20260621T090451
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